Eine Welt voller Töne, die Bassklarinette

Sie ist lang, schmal, aus Holz und sieht doch nicht so aus, da ihr Glanz Musiker entzückt. Man kann ihr wunderbare Töne entlocken, sie ist ebenso leicht tragbar und formschön. Einfach zu erlernen ist sie außerdem. Und sie erinnert an ein Saxophon. Außerdem hat diese Dame viele Verwandte in der Familie. Erraten Sie, von welchen Instrument gesprochen wird? Der Bassklarinette. Ein bekanntes Musikstück in dem die Bassklarinette zu ihren vollen Einsatz kommt, ist das Solo „Tanz der Zuckerfee“ von dem Komponisten Tschaikowski aus seinem berühmten Ballett „Der Nussknacker“. In dem Solostück kommen die tiefen Töne der Bassklarinette zum Tragen und bilden damit einen schönen Kontrast zu den Höhen der Celesta. Mit ihren Tonumfang schlägt die Bassklarinette alle anderen Blasinstrumente.
Auch Richard Wagner oder Maurice Ravel liebten den Ton der Bassklarinette. Deshalb hören wir in ihren Werken viele solistische Passagen, da die Töne der Bassklarinette von ganz tief bis ganz hoch reichen. Und nicht nur die beiden großen Komponisten, auch Richard Strauss hat die Bassklarinette gern eingesetzt, und Gustav Mahler hat das Musikinstrument in all seinen Orchesterkompositionen verwandt.

Wie sieht sie aus diese Bassklarinette?

Gesehen hat sie wohl schon jeder. Sie ist einfach zu transportieren. Weil sie in fünf Teile zerlegt werden kann. Sie gehört zu den Holzblasinstrumenten. Die Bassklarinette besteht aus dem Mundstück, der Birne, dem Oberstück, dem Unterstück und dem Schallstück. Mundstück und Blatt erzeugen den Ton. Das Unterstück wird mit der rechten Hand gespielt. Die Musiker blasen in das relativ lange und schwere Instrument, so dass das Rohrblatt am Mundstück hin und her schellt. Ein gutes Instrument ist aus Holz gefertigt. Mit der Klappenmechanik, den Zusatztrillerklappen oder der Bechermechanik kann die Bassklarinette aufgerüstet werden, damit nimmt der Wert und das Klangvolumen des Instrumentes zu.

Was ist so besonders an der Bassklarinette?

Ihr Klang… weil mysteriös. Deshalb wird die Bassklarinette von vielen Komponisten gern in ruhigen Passagen eingesetzt, damit hier die langen, ausgehaltenen Tönen erklingen und weiche, leise sowie tiefe Musik entsteht. Der geheimnisvolle, sich entfernte klingende Ton entsteht durch die Oktav-freie Obertonreihe der Klarinette. Aber Musiker können mit der Bassklarinette nicht nur leise und tief spielen, sondern ebenso virtuos, was zu nicht überhören ist. In den vielen Solostücken, die für die Bassklarinette geschrieben wurden, wird damit die Lebendigkeit der Musik hervorgehoben. Was sie für Musiker und Zuhörer besonders macht, ist ihr Tonumfang, denn der ist gewaltig. Damit übertrifft das schöne Instrument alle anderen Blasinstrumente. Bassklarinettenisten können auf ihr so tief spielen, wie auf einen Fagott und so hoch wie auf einer Klarinette. Hinzu kommt ihre extreme Lautstärke. Den Hörern würde das Lachen vergehen, wollte der Spieler das Instrument in voller Lautstärke zum Klingen bringen. Ein tolles Instrument mit vielen abwechslungsreichen Facetten.

Kommen wir zur Geschichte der Klarinette:

Alle Instrumente, die heute in der Musik zum Einsatz kommen, sind Weiterentwicklungen aus sehr alten Instrumenten. Doch eine Ausnahme gibt es und da haben wir sie wieder die Besondere, die Bassklarinette. Sie wurde im 1700 Jahrhundert einfach so erfunden. Mit viel Phantasie kann das Chalumeaus als ihr Vorfahr bezeichnet werden. Erfunden hat sie der Johann Christoph Denner. Er schaffte es, den unteren tiefen Tönen höhere Töne hinzuzusetzen. Das war die Geburt der Klarinette. Weil das Instrument damit eine Lücke im Bläsersatz schloss, verbreitet es sich rasend schnell in der Welt der Komponisten. Doch damit war die Entwicklung und Entstehung der Klarinette nicht abgeschlossen. Die Klarinettenbauer Ivan Müller und Theobald Boehm verbesserten das Instrument weiter. Heute unterscheiden sich beiden Bassklarinettensysteme dieser Flötenbauer durch die Mundstücke und die Bohrung. Beide Systeme werden heute weltweit gespielt. Verbessert wurde die Bassklarinette zu guter Letzt von dem Erfinder des Saxophons Adolph Sax. Er setzte Klappen ein, die es ermöglichten, das Instrument in großen Orchesterbesetzungen zu spielen.

Die Italiener nennen das Instrument Süß-Tieftöner – Was für ein Klang

Viele Menschen kennen den Klang der Katze in „Peter und der Wolf.“ Das ist die Bassklarinette. Unverwechselbar. Einzigartig in ihren Tonumfang. Der Klang allein macht nicht das Instrument, sondern auch der Spieler. Aber ist es nicht immer so, das jeder Komponist, jeder Musiker, jede Vorstellungen ist anders? Deshalb ist Musik, die wir hören, ja immer einzigartig. Den idealen Klang gibt es nicht, denn er wird von zu vielen Faktoren beeinflusst. Wie dem Instrument oder welches System verwendet wird, dem Klangerlebnis des Spielers, dem Rauschen des Mundstücks, dem Vibrato, den Registern. Register auf einer Klarinette? Bassklarinetten beisitzen drei Register, das Chalumeau, – das Klarinetten,- und das Kopfregister. Diese Register bestimmen die Tonhöhe. Wer erinnert sich nicht an die Spannung, die langsam ansteigt, weil der Einsatz der Musik dies bei bei uns, seinen Zuhörern hervorruft. Gern verwandt in der Filmmusik. Der Klang der Bassklarinette macht es möglich. Ihren tiefsten Ton bildet bei der Bassklarinette E, einige Klarinettenmodelle reichen noch tiefer, fast vier Oktaven und kommen aufwärts bis zum hohen c.

Welcher Komponist hat die Bassklarinette eingesetzt?

Vivaldi, Wagner, Mahler und Strauss hatten wir schon. Aber auch Händel nutzte das vielseitige Instrument in einer Ouvertüre. Berühmt sind die Klarinettenwerke von Mozart. Obwohl Mozart zur damaligen Zeit nur fünf Klappen einsetzen konnte, wurde das anspruchsvolle Konzert A für Bassklarinette ein voller Erfolg, 1836 hat Meyerbeer die Bassklarinette in die Welt der Oper eingebracht und damit in die Musik eingeführt. Der Siegeszug der Bassklarinette setzte erst relativ spät ein, da das Instrument bis Ende des 1700 Jahrhunderts technisch noch nicht ausgereift war.

Doch seitdem hat der Erfolg die Bassklarinette in den musikalische Himmel getragen. Weder aus symphonischen Blasmusik, noch aus der Unterhaltungs- und Filmmusik und dem Jazz ist die Bassklarinette wegzudenken. Ihr abwechslungsreicher Klang macht sie für Musiker und Komponisten gleichermaßen attraktiv. Wagner hat sie in seinen Opern wie in “Tristan und Isolde” und der „Walküre“ in den Solopassagen eingesetzt. Bekannter dürfte den meisten Menschen das Bass-Klarinettensolo in der „Rhapsodie Espagnole” von Maurice Ravel sein.
Auch die Jazzmusik hat ihre großen Bass-Klarinetten-Solisten, wie Eric Dolphy oder Jelly Roll Morton. Doch ob Klassik oder Jazz, viele schöne Solokonzerte für die Bassklarinette wurden von hervorragenden Komponisten, wie Jan Knezek, Kramár, Carl Maria von Weber, Louis Spohr, Johannes Brahms, George Gershwin, Sergei Prokofieff und Béla Bartok geschrieben.

1 Kommentar… add one
  • Achim

    So viele Fehler in einem so kurzen Text! Der Autor versteht nicht wirklich viel von Bass(!)klarinette und hat schlecht recherchiert.

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